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Herner Orgel mit neuem Klang

08. April 2008, 10.10 Uhr

Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang
Herner Orgel mit neuem Klang

Herne. Mit einem offenen Singen am Samstag, 5. April 2008, begingen Mitglieder der Gemeinde Herne-Mitte die Wiedereinweihung ihrer Orgel. Knapp 50 Jahre nachdem die Steinmann-Orgel  im Juni 1960 in den Dienst genommen wurde, hatten Anfang Dezember 2007 die Restaurierungsarbeiten begonnen. Diese umfassten neben einer Generalüberholung der Orgel auch eine neue klangliche Ausrichtung: einige Register wurden ausgetauscht beziehungsweise ergänzt. Nach nun vier Monaten Bauzeit füllte der Klang der Orgel nun wieder die Herner Kirche.

Die Herner Organistin Bianca Marek und die beiden Herner Organisten Sebastin und Werner Rachuba ließen im Wechsel das Instrument solistisch, als Begleitung eines etwa 50 Sänger starken Chores und der versammelten Zuhörer erklingen.

"Soli deo gloria - Gott allein zur Ehre"  

Bezirksältester Horst Knauf - Leiter des Kirchenbezirkes Herne - eröffnete die Feierstunde mit einigen Dankesworten. Gemäß dem Motto des Abends "Soli deo gloria"- Gott allein zur Ehre" ging der Dank in einem Gebet zunächst an Gott selbst. Dann dankte er Bezirksapostel Armin Brinkmann, Leiter der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, für die Bereitstellung der finanziellen Mittel.

Ein Dankeschön der Gemeinde Herne ging ebenfalls an Gerhard Milewski, der als gelernter Orgelbauer für die Instandhaltung der Orgeln in Nordrhein-Westfalen zuständig ist, sowie Orgelbaumeister Jan Steinmann (der leider durch Krankheit an der Teilnahme verhindert war).

Klavierbegleitung in der Zwischenzeit

Dank ging auch an Wolf-Rüdiger Spieler als Orgelsachverständiger der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen und Werner Rachuba. Beide hatten zusammen alle Restaurierungsarbeiten von der Planung bis zur Durchführung koordiniert, Wolf-Rüdiger Spieler zudem das Abnahmegutachten erstellt.

"Ich danke auch euch, ihr drei Organisten und euch, ihr Glaubensgeschwister, dass ihr über gute vier Monate hinweg den Gemeindegesang zur Klavierbegleitung fröhlich gepflegt habt", endete der Bezirksvorsteher seine Grußnote. 

Ich will loben den Herrn

Werner Rachuba - im Musikteam NRW zuständig für den Bereich Orgel - gab anschließend einige Erläuterungen zum Umfang der erfolgten Restaurierung und zum geplanten Programmablauf.

Neben den genannten Organisten musizierten die Chöre der beiden Gemeinden Herne-Mitte und Herne-Börnig unter der Leitung von Heiner Borg, der auch für die Einstudierung des Kanons "Lobet und preiset ihr Völker den Herrn" mit der gesamten Gemeinde sorgte. Klaus Schröder begleitete die Chöre am Klavier zu dem bekannten Kanon von Georg Phillip Telemann (1681-1767) "Ich will loben den Herrn".

Konzert für zwei Orgeln

Als besonderen Dank an die Orgelbaufirma Steinmann, die nach dem Bau der Orgel 1960 nun auch für die Restauration verantwortlich zeichnete, wollte Werner Rachuba das "Concerto a due Organi" (Konzert für zwei Orgeln) des italienischen Komponisten Giovanni Bernado Lucchinette (1736-1801) verstanden wissen. Jan Steinmann hatte nämlich der Gemeinde Herne-Mitte für die Zeit des Orgelumbaus kostenlos ein Orgelpositiv (eine transportable Kleinorgel mit wenigen Registern) überlassen, das vor dem Altar im Kirchenschiff aufgestellt war.

"Auf diese Weise können wir die vor allem italienische Tradition, mit zwei Orgeln in großen Kathedralen zu konzertieren, einmal auch in der Herner Kirche aufleben lassen“, freute sich Werner Rachuba, der am Orgelpositiv musizierte, während Sebastian Rachuba die große Orgel zum Klingen brachte.

Mit einem kräftigen Gesang des Chorals "Nun danket alle Gott" endete diese Feierstunde zur Wiedereinweihung der Herner Orgel.

Konzertreihe startet mit Orgelkonzert

Wolf-Rüdiger Spieler wird die seit dem Jahr 2000 bestehende Konzertreihe in der Kirche Herne-Mitte am 28. Juni 2008 mit einem sommerlichen Orgelkonzert fortsetzen.

Text
Günter Lohsträter
Fotos
Günter Lohsträter