Neuapostolische Kirche NRW :: Start :: Aktuelles :: Berichte

Sidebar

Zeitzeugen über die NAK-Geschichte 1938-1955

21. Oktober 2008, 10.00 Uhr

Dokument
Gottesdienst für Seelsorger Europas

Zürich/Dortmund. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen hat ein Dokument zur weiteren Aufarbeitung der Geschichte der Neuapostolischen Kirche in den Jahren 1938 bis 1955 veröffentlicht. Darin werden der Darstellung der Kirchenhistoriker Schilderungen von Zeitzeugen der damaligen Ereignisse gegenübergestellt. Die Neuapostolische Kirche will mit dieser Veröffentlichung den weiteren Weg zur Versöhnung mit der Vereinigung Apostolischer Gemeinden ebnen.

Am 12. Juli 2008 fand in der Wohnung von Werner Kuhlen, dem Sohn des seinerzeitigen Bezirksapostels der Neuapostolischen Kirche Peter Kuhlen, ein Gespräch zur weiteren Aufarbeitung der Geschichte der Neuapostolischen Kirche 1938-1955 statt. Das Gespräch in Düsseldorf war eine Reaktion auf die Veröffentlichung der Neuapostolischen Kirche über die eigene Geschichte anlässlich des Informationsabends vom 4. Dezember 2007 und diente dem Meinungsaustausch. Bereits Ende März 2008 hatte es ein erstes Treffen zu diesem Thema gegeben (wir berichteten).

Gespräch mit Zeitzeugen

An diesem zweiten Gespräch nahmen von Seiten die Vereinigung Apostolischer Gemeinden (VAG) Armin Groß, Apostel und Vorsitzender der Apostolischen Gemeinschaft (AG), sowie Zeitzeugen der damaligen Ereignisse teil: Werner Kuhlen, Reinhard Petzold und Manfred Keller (alle Amtsträger der AG im Ruhestand) sowie Gerda Kuhlen, die Ehefrau des Gastgebers.

Für die Neuapostolischen Kirche (NAK) waren Stammapostel Wilhelm Leber, Leiter der Neuapostolischen Kirche International, und Bezirksapostel Armin Brinkmann, Leiter der örtlich zuständigen Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, zugegen.

Gemeinsamer Dialog

Im Mittelpunkt des Treffens standen die Vorgänge um den damaligen Bezirksapostel Peter Kuhlen, die schließlich 1955 zur Trennung von NAK und AG führten. Ziel des Gesprächs war es, den Kenntnisstand der Zeitzeugen über die damaligen Ereignisse zu erfahren und im gemeinsamen Dialog zur Verständigung zwischen NAK und den damals Betroffenen sowie einer weiteren Aufklärung der Geschichte der Neuapostolischen Kirche beizutragen.

Die Schilderungen der Zeitzeugen werden in dem von der Neuapostolischen Kirche veröffentlichten Dokument den Aussagen gegenübergestellt, die von der Arbeitsgruppe "Geschichte der Neuapostolischen Kirche" (AG "GNK") im Rahmen des Informationsabends am 4. Dezember 2007 veröffentlicht worden sind. Diese historische Aufarbeitung der Neuapostolischen Kirche beruhte allein auf der Auswertung von schriftlichen Quellen aus der damaligen Zeit. Für die aktuelle Veröffentlichung wurden bis auf wenige Ausnahmen bewusst die Formulierungen der Zeitzeugen übernommen.

Ein Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte

Die veröffentlichte Gegenüberstellung soll, so der Wunsch der Verantwortlichen, einen weiteren Beitrag zur Aufarbeitung der Geschichte der Neuapostolischen Kirche in den Jahren 1938 bis 1955 leisten. Dabei stellen die Autoren klar, dass das Dokument keine abschließende Wertung beinhaltet: „Der genaue Hergang der damaligen Ereignisse wird sich heute im Rückblick kaum zweifelsfrei feststellen lassen.“

Abschließend heißt es: „Möge diese ergänzende Darstellung den Weg zur Versöhnung zwischen der Neuapostolischen Kirche und der Vereinigung Apostolischer Gemeinden ebnen.

Download: Dokument "Zur Geschichte der NeuapostolischenKirche 1938-1955 - Gespräch mit Zeitzeugen"

Text
Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen