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Viertes NAK-Unternehmer-FORUM

27. Oktober 2008, 07.04 Uhr

Viertes NAK-Unternehmer-FORUM
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Dortmund. 110 Unternehmer, Freiberufler und Führungskräfte aus dem Kreis der Neuapostolischen Kirche trafen sich am Samstag, 25. Oktober 2008, zum 4. NAK-Unternehmer-FORUM im Hotel Hilton in Dortmund. Drei Referenten gaben Hinweise zur ethischen gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung von Unternehmen.

Armin Brinkmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates, begrüßte zu Beginn die Teilnehmer, darunter auch viele Gäste aus den Regionen anderer Gebietskirchen. In einer kurzen Ansprache ging er auf die weltweiten Krisen im Wirtschaftsbereich ein. Hier gelte es, die Zusammenhänge zu sehen: Die Sucht nach Wohlstand, Habgier, Ehrsucht und Maßlosigkeit seien Werte, deren negative Konsequenzen derzeit sichtbar würden.

„Hastig errafftes Gut zerrinnt“

Den negativen Werten ordnete Armin Brinkmann, als Bezirksapostel auch Leiter der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, verschiedene Begebenheiten aus biblischen Berichten zu. Daraus ließen sich zahlreiche Lehren ziehen.

Auch enthalte die Bibel viele Tipps zum Umgang mit Geld und verantwortungsvollem Haushalten. So sei in den Sprüchen Salomo zu lesen: „Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr“ (Sprüche 13,11).

Wertvoll sind die Menschen

Den ersten Vortrag beim 4. NAK-Unternehmer-FORUM hielt Diplom-Ingenieur Siegfried Fiebig, Werksleiter bei der Volkswagen AG. Das Thema: „Wirtschaft, Macht, Erfolg und Verantwortung – Der Wertewandel in Gesellschaft und Management“. Dabei referierte Fiebig über Herausforderungen, vor denen sein Unternehmen angesichts der Entwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft stehe und mit welchen Strategien es diesen begegne.

An den Beginn seines Vortrags stellte Siegfried Fiebig ein Zitat von Heinrich Nordhoff, einem langjährigen Generaldirektor seines Konzerns: „Wertvoll an einem Unternehmen sind nur die Menschen, die dafür arbeiten, und der Geist, in dem sie es tun.“ Daher könne ein Unternehmen nur zu den Besten zählen, wenn es die besten Mitarbeiter habe: Mehrfach qualifiziert, mitgestaltend, zielorientiert und effektiv sowie kooperativ und sozial.

Auch Aufgabe der Kirchen

Es gelte, die Zukunft gemeinsam zu gestalten, so das abschließende Fazit von Siegfried Fiebig: „Die Zusammenarbeit von Wirtschaftsunternehmen und der Wissenschaft ist ein beziehungsweise der Erfolgsfaktor für den Wirtschaftsstandort Deutschland!“

Ein Handlungsfeld in diesem Zusammenhang sei für ihn auch die Fortsetzung und der Ausbau von Kooperationen - auch zu kirchlichen Organisationen. Denn bei der Vermittlung der sozialen Kompetenz sieht er nicht nur die Hochschulen in der Pflicht. „Das ist auch Aufgabe der Kirchen.“ Dabei sei klar: „Basis unseres Handelns und Tun sind unsere christlichen Werte.“

Gesellschaftliche Verantwortung

Nach dem gemeinsamen Mittagessen referierte Prof. Dr. Manfred Krafft, Direktor des Instituts für Marketing an der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster, über „Marketingethik und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehme(r)n“. Im Mittelpunkt stand vor allem der Begriff der „Corporate Social Responsibility“ (CSR). Frei übersetzt steht CSR für die gesellschaftliche Verantwortung des Unternehmens.

Manfred Kraft, der in der Neuapostolischen Kirche in Münster als Bezirksevangelist wirkt, gab den Anwesenden mit auf den Weg: „Für den christlichen Unternehmer kann das Handeln im allgemeinen nicht nur von Marktregeln beherrscht sein.“

Verantwortlich handeln

Als Beispiel nannte er den ehrbaren Kaufmann als individuelle Grundlage: „Der ehrbare Kaufmann stützt sich auf Tugenden, die den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg zum Ziel haben, ist sich dabei der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst, vereint in seinem Leitbild Wirtschaft und Ethik.“ Für ihn ist dabei klar: „Übernahme gesellschaftlichen Engagements durch das Unternehmen ist Aufgabe der Unternehmensführung und damit Chefsache.“

Am Ende des Vortrags von Professor Krafft stand das Fazit: „Unternehmen haben keine Verantwortung für die Gesellschaft, sondern müssen in der Gesellschaft verantwortlich handeln.“

Persönliche Erfahrungen und Überzeugungen

Als dritter Referent stand Urs Hebeisen auf dem Programm des 4. NAK-Unternehmer-FORUM. Sein Thema: “Unternehmerische Sozialverantwortung im neuapostolischen Umfeld”. Dabei baute er auf den Vorträgen seiner Vorgänger auf und legte einen Schwerpunkt auf seine persönlichen Erfahrungen und Überzeugungen als neuapostolischer Unternehmer.

Hebeisen, designierter Bezirksapostel für die vorgesehene neue Gebietskirche Südostasien und derzeit als Bezirksapostelhelfer in der Neuapostolischen Kirche tätig, ist Inhaber einer Logistik-Firma. Aus dieser Sicht erläuterte er seine Sicht der persönlichen Sozialverantwortung gegenüber Gesellschaft und Kirche.

Firmenbibel ist Grundinventar

So gehöre für ihn als neuapostolischer Unternehmer die „Firmenbibel“ zum Grundinventar. Und auch für seine unternehmerische Tätigkeit gelte sein Anspruch als neuapostolischer Christ: „Ich will ein Segen sein!“ Für ihn sei es daher auch selbstverständlich, seine unternehmerischen Ressourcen auch dem lieben Gott zu Verfügung zu stellen.

Seine Rollendefinition lautete demnach: „Neuapostolische Unternehmer handeln gegenüber Jedermann so, wie sie sich selbst von Anderen behandelt sehen wollen. Sie engagieren sich für ihre hilfsbedürftigen Mitmenschen (ohne Entlohnungsanspruch oder Gewinnerwartung). Sie zeigen unter allen Umständen Respekt und Fairness im Umgang mit Konkurrenten. Sie haben Verständnis für die irdischen Bedürfnisse der Kirche.“ So würden vom unternehmerischen Erfolg alle profitieren: Das Unternehmen und der Inhaber, die Kirche durch das finanzielle Opfer, aber auch durch den Einsatz von Ressourcen und Fähigkeiten für die Kirche, sowie die Gesellschaft durch soziales Engagement.

Wachstum auf den Philippinen fördern

Urs Hebeisen bekannte auf die Nachfrage, wie denn sein finanzielles Engagement für die Kirche aussehe, dass er die Neuapostolische Kirche auf den Philippinen durch seine Firma auch „über den Zehnten hinaus“ unterstütze, um das Wachstum in dem Entwicklungsland zu fördern. Das sehe er als eine Verpflichtung als neuapostolischer Unternehmer.

Die Schlussworte beim 4. NAK-Unternehmer-FORUM sprach Aufsichtsratsvorsitzender Armin Brinkmann, der sich beeindruckt zeigte: „Wir haben einen Werksleiter zwischen Tradition und Vision erlebt.“ Dazu einen engagierten Hochschullehrer, der erforsche, wie die Welt spürbar besser werden könne. „Und einen sehr persönlichen und emotionalen Vortrag eines Apostels und neuapostolischen Unternehmers.“

Im Anschluss: Mitgliederversammlung

Anschließend blieben die Mitglieder des „NAK Unternehmerforum NRW e.V.“ noch zu einer kurzen Mitgliederversammlung beisammen. Dabei stellte der Vorstand die vorgesehenen Leitziele des Vereins vor. Anschließend ging es noch um die mögliche Beantragung der Gemeinnützigkeit für den Verein.

Das NAK-Unternehmer-FORUM fand im November 2006 erstmals statt. Ziel der Treffen ist es, neuapostolischen Unternehmern und Führungskräften eine Plattform zum gegenseitigen Kennenlernen und den Austausch von Informationen anzubieten. Seither gab es weitere Veranstaltungen mit wechselndem Programm.

Text
Frank Schuldt
Fotos
Frank Schuldt