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Hörgeschädigten-Tage 2009 Köln

17. August 2009, 07.37 Uhr

Neuer Bezirksältester in Bonn
Hörgeschädigten-Tage 2009 Köln

Dortmund/Köln. Gastgeber des diesjährigen Treffens der hörgeschädigten Glaubensgeschwister der Gebietskirchen in Deutschland und der Schweiz ist die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen. Etwa 400 Teilnehmer kommen am letzten August-Wochenende 2009 in Köln zusammen. Gemeinschaftspflege am Samstag, dem  29. August, und der Festgottesdienst am Sonntag, dem 30 August, bilden die Schwerpunkte der Hörgeschädigten-Tage 2009.

"Es ist eine schöne Tradition", beginnt  Bezirksapostel Armin Brinkmann das Vorwort im Programmheft zur Veranstaltung, "dass sich die hörgeschädigten Geschwister aus Deutschland und der Schweiz einmal im Jahr treffen. In diesem Jahr findet dass Zusammensein in Köln am Rhein statt, und ich heiße euch sehr herzlich willkommen." Mit Wünschen für den Segen Gottes, für Freude, stärkenden Gedankenaustausch und umfassenden Engelschutz endet seine Grußnote.

Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz

Die Teilnehmer aus den sechs deutschen Gebietskirchen und der Gebietskirche Schweiz werden im Lauf des Samstagvormittags anreisen und in zwei Kölner Jugendherbergen untergebracht sein. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in den Jugendherbergen treffen sie sich am Nachmittag zu einer Dom- und Stadtführung.

Für den Samstagabend ist im Feierabendhaus in Hürth eine zweistündige Festveranstaltung vorgesehen, in der sich die Hörgeschädigten der einzelnen  Gebietskirchen mit verschiedenen Programmbeiträgen präsentieren werden. Bezirksapostel Armin Brinkmann wird als Gastgeber die Veranstaltung eröffnen und seine Glaubensgeschwister begrüßen.

Am Sonntag wird der Bezirksapostel im großen Saal des Feierabendhauses den Festgottesdienst halten. Dazu hat er auch die Glaubensgeschwister eingeladen, die in ihren Familien Angehörige mit Behinderungen zu versorgen haben und innerhalb der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen als "Handicapped Kids" organisiert sind.

"Singende Hände"  und Gebärdenpoesie

Eine besondere Ausdrucksform hörgeschädigter Menschen ist die Gebärdensprache. Sie ist aus Gesten hervorgegangen und hat sich in natürlicher Weise unter den Gehörgeschädigten zu einem gebräuchlichen Kommunikationsmittel weiter entwickelt. Konventionelle Handzeichen werden als Bedeutungsträger eingesetzt und unterstützen die durch Lautsprache vorgenommene Vermittlung von Information.

Dieses Kommunikationsmittel dient sowohl am Sonntag im Gottesdienst dazu, die Worte der Predigt für die Gehörgeschädigten-Gemeinde verstehbar zu machen als auch bereits am Samstag, wo mittels Gebärden Musik und Poesie vorgetragen wird. So heißt denn auch der Chor der Gehörgeschädigten sinniger Weise "Singende Hände".  Auch ein durch Gebärden vorgetragener Sketch steht am Samstag auf dem Programm.

Hörgeschädigten-Gottesdienste seit fast 50 Jahren


Hörgeschädigten-Seelsorge und spezielle Gottesdienste für diese Zielgruppe gibt es in Nordrhein-Westfalen bereits seit  Beginn der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die hörgeschädigten Glaubensgeschwister bilden innerhalb der Gebietskirche eine eigene Gemeinde, die von einem Gemeindevorsteher und weiteren Priestern und Diakonen betreut wird.

Zu dieser Betreuung zählt auch die individuelle Seelsorge mit den dazugehörigen Seelsorgebesuchen. Parallel dazu gehören sie alle auch ihrer Wohnsitzgemeinde an und sind dort als Gemeindemitglieder integriert. 

Download: Programm Hörgeschädigten-Tage 2009 Köln

Text
Günter Lohsträter
Fotos
Frank Schuldt