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Seminarreihe Theologie gestartet

31. Mai 2011, 10.46 Uhr

Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle
Theologie-Seminare in Hochdahl und Quelle

Hochdahl/Quelle. Auftakt für die Fortbildung im Bereich Theologie: "Was ist die Bibel" lautete das Thema der ersten Veranstaltungen in den Seminarzentren Hochdahl und Quelle am 21. und 28. Mai 2011. Mehr als 300 neuapostolische Christen nahmen daran teil.

Erstmalig werden in der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen Seminare zu theologischen Themen für alle interessierten neuapostolischen Christen angeboten. Eingeladen sind insbesondere auch die Amtsträger. Referenten der beiden Auftaktveranstaltungen waren Dorothee Saballus, Carmen Jäger und Reinhard Kiefer. Inhaltlich ging es um die Entstehung des christlichen Kanons, die synoptischen Evangelien und die Psalmen mit ihren Gattungen.

Entstehung des Alten und Neuen Testaments

Den Anfang machte Priester Reinhard Kiefer (54), theologischer Berater von Stammapostel Wilhelm Leber und verantwortlicher Redakteur der "Leitgedanken" (der monatlichen Zeitschrift für alle Amtsträger der Neuapostolischen Kirche). Kiefer ist studierter Theologe und promovierter Literaturwissenschaftler.

In seinem lebhaften Vortrag stellte er den biblischen Kanon vor, die Sammlung der für den Glauben und die Lehre der Christen verbindlichen heiligen Schriften. Dabei ging er auf die Entstehung des Alten Testaments und Neuen Testaments ein, erläuterte die Unterschiede und bot Hintergrundinformationen.

Verbindliche Zusammenstellung

Ursache für die Festlegung der verbindlichen biblischen Schriften waren Irrlehren, die sich im zweiten Jahrhundert nach Christus verbreiteten. Dem konnte die frühe Kirche nicht tatenlos zusehen.

Sie bemühte sich nun ihrerseits eine für den Glauben maßgebliche Sammlung von Schriften zusammenzustellen. Ziel der Bemühungen um einen neutestamentlichen Kanon war, den christlichen Glauben gegen Irrlehren zu verteidigen und die Reinheit der Verkündigung des Evangeliums zu garantieren.

Die Psalmen

Nach der Mittagspause widmete sich Carmen Jäger den Psalmen. Die 23-Jährige studiert evangelische Theologie auf Pfarramt beziehungsweise Diplom an der Ruhr-Universität in Bochum. Dort arbeitet sie am Lehrstuhl für Altes Testament und als Tutorin für Altgriechisch.

Sie beschäftigte sich im Vortrag mit Bezeichnung und Aufbau der Psalmen. Die oft poetischen Texte stammen aus unterschiedlichen Gattungen, sind unterschiedlicher Herkunft und zu verschiedenen Zeiten entstanden. In der Bibel zählen sie zur Weisheitsliteratur.

In Gruppenarbeit widmeten sich die Teilnehmer dann dem 23. Psalm in verschiedenen Übersetzungen, unter anderem in den Versionen von Luther 1984, Buber/Rosenzweig, Züricher und Einheitsübersetzung.

Die vier Evangelien

Dorothee Saballus (23) wendete sich den Unterschieden der Evangelien und ihrer Entstehungsgeschichte zu. Die Referenetin hat Evangelische Theologie auf Lehramt an der Universität Siegen studiert.

Als Evangelien gelten die am Beginn des Neuen Testaments stehenden vier Bücher. Sie berichten über das Wirken Jesu und entstanden in den Jahren 50-100 nach Christus. Beispielhaft für den unterschiedlichen Stil der Evangelien untersuchten die Teilnehmer gemeinsam Stellen aus dem Evangelium nach Johannes und Markus.

Weitere Seminare sollen folgen

Nach dem erfolgreichen Start und der positiven Resonanz aus dem Teilnehmerkreis sollen künftig Seminare zu weiterführenden Themen angeboten werden. Dabei ist an einen halbjährlichen Rhythmus gedacht. Termine und Inhalte werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Text
Frank Schuldt
Fotos
Frank Schuldt
Günter Lohsträter