Neuapostolische Kirche NRW :: Start :: Aktuelles :: Berichte

Sidebar

Als Zeugen Christi die Herde weiden

09. Januar 2017, 18.56 Uhr

Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher
Jahresauftakt für Vorsteher

NRW/Herne. Für die Bezirks- und Gemeindevorsteher und ihre Gattinnen begann das neue Jahr traditionell mit einem gemeinsamen Gottesdienst in der Zentralkirche Herne-Wanne-Eickel. Trotz schwieriger Straßenverhältnisse waren am 8. Januar 2017 mehr als 650 Gläubige gekommen. Bezirksapostel Rainer Storck ermunterte in der Predigt, die Herde Gottes „mit Lust und Liebe“ zu weiden und dabei Zeugen Christi zu sein.

Grundlage für den Gottesdienst war das Bibelwort aus 1. Petrus 5,1.2: „Die Ältesten unter euch ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden Christi, der ich auch teilhabe an der Herrlichkeit, die offenbart werden soll: Weidet die Herde Gottes, die euch anbefohlen ist; achtet auf sie, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie es Gott gefällt; nicht um schändlichen Gewinns willen, sondern von Herzensgrund.“

Petrus als beispielhafter Zeuge Christi

Die Ansprache an „Die Ältesten“ aus dem Bibelwort bezog Bezirksapostel Rainer Storck in der weiteren Predigt auf die Führungsverantwortlichen in den Gemeinden und Bezirken. Sie alle seien Zeugen Jesu Christi – durch eigene Glaubenserfahrung und Glaubenserlebnisse.

Als Beispiel führte er Petrus an, der Zeuge der Liebe Jesus gewesen sei. Als er über das Wasser auf den Herrn zuging und schließlich sank, habe Jesu seine Hand ergriffen und ihn gerettet. Und selbst als Petrus seinen Herrn verleugnete, machte Jesus ihm keine Vorwürfe. Im Gegenteil: Er erhielt seine Aufgabe, als Fels der Gemeinde. „Vielleicht versagen wir auch hier und da – und sei es innerlich“, bezog der Bezirksapostel das Beispiel auf das eigene Glaubensleben. „Jesus setzt dennoch weiter auf jeden einzelnen!“

Nicht vom Ziel abbringen lassen

Petrus sei aber auch Zeuge des Leidens Jesu gewesen: Nicht nur am Kreuz, sondern auch zuvor, als ihm beim Verkünden seiner Lehre Ablehnung und Kritik entgegenschlug. „Da müht man sich über viele Jahre und versäumt einmal etwas – wie schnell wird dann aus Dankbarkeit Undankbarkeit“, nannte der Bezirksapostel ein Beispiel für das mögliche eigene Leiden. „Wir sind nicht immer erfolgreich, wollen aber nicht aufhören zu dienen“, ermunterte er. Auch Jesus habe sich durch vordergründige Misserfolge nicht von seinem Ziel abbringen lassen.

Jesus habe auch darunter gelitten, wenn Gläubige verloren gegangen seien. Als Beispiel nannte er die Emmaus-Jünger, denen er nachgegangen sei und sie begleitet habe. „Lasst uns als Zeugen Jesu niemanden aufgeben“, bat der Bezirksapostel seine Glaubensgeschiwster. „Weil Jesus nie aufgegeben hat, wollen wir es auch nicht tun.“

Liebevoller Umgang

Hirte Dieter Lebig, Vorsteher der Gemeinde Krefeld-Fischeln, führte in seinem Predigtbeitrag zwei Zeugen des Wirkens Jesu an: Petrus und Judas. Schließlich mussten beide ihre Entscheidungen und die Folgen verarbeiten – Petrus mit der Verleugnung, Judas mit dem Verrat. Petrus gewann den inneren Kampf und kehrte zurück in die Nähe Jesu – und dieser nahm ihn wieder an. „Es lohnt sich, den inneren Kampf mit sich zu kämpfen. Er gibt Kraft, wieder die Nähe Jesu zu spüren“, berichtete er aus seinen Erfahrungen.

Bischof Peter Johanning (Bereich NRW-Nord) erinnerte an die Verantwortung, die ein Zeuge habe: „Als Zeugen Christi ruft uns Gott in die Bereitschaft zur Verantwortung vor Jedermann.“ Apostel Wilhelm Hoyer (Bereich NRW-West) stellte die Liebe in den Fokus. „Wenn ich weiß, dass ich geliebt werde, dann schaffe ich es, Misserfolge – an denen ich zerbrechen könnte – und Kritik – die mich verletzen könnte – zu verkraften.“ Deshalb sei es so wichtig, mit allen Anvertrauten liebevoll umzugehen.

„Weidet die Herde Gottes mit Lust und Liebe“, gab der Bezirksapostel den leitenden Seelsorgern zum Abschluss des Predigtteils mit auf den Weg. Gemeinsam feierte die Gemeinde dann das Sakrament des Heiligen Abendmahls und das Heilige Abendmahl für die Entschlafenen.

Dank für Unterstützung

Zum Jahresauftakt ist es in NRW inzwischen Tradition, dass die Bezirks- und Gemeindevorsteher sowie ihre Stellvertreter mit ihren Ehefrauen zu einem besonderen Gottesdienst in der neuapostolischen Kirche Herne-Wanne-Eickel mit dem Bezirksapostel, den Aposteln und Bischöfen zusammenkommen.

Zu Beginn des Gottesdienstes hatte Bezirksapostel Rainer Storck den leitenden Seelsorgern für ihr Engagement gedankt und Grüße des Stammapostels ausgerichtet: „Die Apostel könnten ihren Auftrag, in alle Welt zu gehen, zu lehren und zu taufen nicht erfüllen, wenn ihr dies nicht vor Ort in den Gemeinden unterstützt.“

Text
Frank Schuldt
Fotos
Frank Schuldt