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Die Neuapostolische Kirche ist reich ...

01. Dezember 2007, 09.00 Uhr

Die Neuapostolische Kirche ist reich …
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Die Neuapostolische Kirche ist reich …

Mehr als 23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig, das ist jeder dritte Bürger ab 14 Jahren. Auch in der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen engagieren sich Tausende Mitglieder ehrenamtlich: In der Seelsorge, der Betreuung von Gemeindemitglieder, als Lehrkräfte für den Nachwuchs, Sänger und Musiker oder in der Pflege der Gebäude und Grundstücke. Anlässlich des "Tags des Ehrenamts" am Sonntag, den 2. Dezember, veröffentlicht die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen einige Zahlen zur Bedeutung der freiwilligen Mitarbeit.

Reich. Darf man das eigentlich so schreiben? Und ist das richtig? Betrachtet man die Mitarbeit, dann machen die ehrenamtlichen Ressourcen die Kirche reich. Denn ohne sie wäre die Kirche nicht in der Lage, ihre zahlreichen Aktivitäten zu bezahlen.

Mehr als 5,5 Millionen Stunden im Jahr

Legt man einen Stundenlohn von fünf Euro zugrunde, dann wird in der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen jede Woche ehrenamtliche Arbeit im Wert von mehr als 500.000 Euro geleistet. Im Jahr summiert sich die eingebrachte Zeit auf mehr als 5,5 Millionen Stunden.

Der rechnerische Gegenwert von mehr als 30 Millionen Euro liegt damit weit über den finanziellen Einnahmen der Kirche aus den Opfergeldern und Spenden der Mitglieder. „Was in unserer Kirche in den unterschiedlichsten Bereichen erbracht wird, das ist einfach unbezahlbar“, sagt Bezirksapostel Armin Brinkmann zum Tag des Ehrenamts.

Freiwilliges Engagement ist Grundlage

Die Gesellschaft der Bundesrepublik würde ohne freiwilliges Engagement nicht mehr auskommen können, so steht es als zentrales Ergebnisse in einer Studie der Bundesregierung. Ohne die vielen ehrenamtliche Mitarbeiter wären viele Bereiche der Gesellschaft, vor allem der soziale Bereich, nicht finanzierbar.

Auch die Neuapostolische Kirche baut auf die ehrenamtliche und freiwillige Mitarbeit ihrer Mitglieder. Andernfalls wäre insbesondere das umfassende seelsorgerische Angebot nicht zu leisten. So kümmern sich in der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen mehr als 4.800 ehrenamtliche Seelsorger um mehr als 90.000 Mitglieder. Sie leisten pro Woche im Durchschnitt etwa 30.000 Stunden, ein Wert von mehr als neun Millionen Euro im Jahr.

Freiwillige gestalten das kirchliche Leben

Hinzu kommen viele weitere Bereiche des kirchlichen Lebens, die von Freiwilligen gestaltet werden. Den größten Anteil haben dabei die mehr als 13.000 Musiker, die in über 500 Gemeindechören und Musikgruppen tätig sind. Sie gestalten die Gottesdienste mit, geben Konzerte und haben damit einen wesentlichen Anteil an der „Wohlfühlatmosphäre“ in neuapostolischen Gemeinden. 2,5 Millionen Stunden im Jahr bringen die Musiker in ihre Kirche ein. Für die Ausbildung der Chöre sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 1.100 Dirigentinnen und Dirigenten verantwortlich. Im Jahr investieren sie zusammen rund 170.000 Stunden an Ausbildungsarbeit.

Hinzu kommen 2.000 Lehrkräfte für die Unterrichte der Kinder in der Sonntagsschule sowie im Religions- und Konfirmandenunterricht, darunter knapp 50 Prozent Frauen. Ihr ehrenamtliches Engagement entspricht einem rechnerischen Gegenwert von mehr als 1,2 Millionen Euro. Die Zahlen dokumentieren den hohen Einsatz, der in der Betreuung und Ausbildung der Kinder erbracht wird. Gleiches gilt für die Jugendarbeit. Mehr als 800 Jugendbetreuer in den Gemeinden kümmern sich um die mehr als 10.000 jugendlichen Mitglieder. Sie investieren im Jahr über 120.000 Stunden für den Nachwuchs.

Mehr als 3.000 Beauftragte in den Bezirken

Neben dem seelsorgerischen Engagement darf man auch die Beauftragten in den administrativen Tätigkeiten nicht vergessen: In den 32 Bezirken gibt es Beauftragte für Bau, Öffentlichkeitsarbeit, Internet, Abrechnung, Sanitätsdienst, Datenverwaltung, Technik und viele andere Bereiche. Mehr als 3.000 Mitglieder engagieren sich in diesem Bereich mit jährlich mehr als 250.000 Stunden.

Ungezählt bleiben in dieser Aufstellung die enormen Leistungen im Bereich der Pflege von Kirchen, Gärten und all das, was in der Vorbereitung von Veranstaltungen an Energie und Zeit investiert wird und nicht für Statistiken erfassbar ist. Auch Bezirksapostel Armin Brinkmann ist sich sicher, dass die tatsächlich eingebrachte Zeit noch wesentlich höher liegt. Aber: „Wir trösten uns mit dem Wort, dass bei Gott letztlich alles bekannt ist und von ihm gesegnet wird.“

Frauenanteil im Bereich der Lehrkräfte besonders hoch

Wie das „Freiwilligensurvey“, die Studie der Bundesregierung, zeigte, bringen sich Männer in der Gesellschaft häufiger ein und üben oft mehrere freiwillige Tätigkeiten nebeneinander aus als Frauen (39 Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen üben freiwillige Tätigkeiten aus, Stand: 2004). Die Studie begründet dies mit der Doppelbelastung der Frauen durch Arbeit und Haushalt/Familie.

Dieser Trend zeigt sich auch in der Untersuchung des ehrenamtlichen Engagements in der Neuapostolischen Kirche. Dabei liegt der Frauenanteil im Bereich der Lehrkräfte für Kinder mit knapp 50 Prozent besonders hoch. Mit der Beauftragung von Frauen als Jugendbetreuer wird sich der Anteil der weiblichen Mitarbeiter auch in diesem Bereich stetig erhöhen. Derzeit liegt er bei zwei Prozent. Frauen bringen sich derzeit vor allem noch im Bereich der musikalischen Ausbildung (18 Prozent), als Organistinnen (34 Prozent), als Sanitätsbeauftragte (45 Prozent) oder Seniorenbetreuer (35 Prozent) in die kirchliche Arbeit ein.

"Unglaublich viel geleistet"

Im Monatsrundschreiben an die Seelsorger der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen hatte Bezirksapostel Armin Brinkmann bereits für das vielfältige ehrenamtliche Engagement gedankt und dabei an die vielfältigen Aktivitäten in der Gebietskirche erinnert: „Unglaublich viel ist im zu Ende gehenden Jahr geleistet worden.“

Dabei sei in den Bezirken und Gemeinden eine großartige Mitarbeit feststellbar gewesen: „Vom Blumendienst über die Reinigung, den Gesang, die Grundstückspflege, die Lehrangebote und Betreuung verschiedener Gruppen bis zu den Gottesdiensten und seelsorgerischen Tätigkeiten gibt es vielfältige Bereiche, in die sich der Einzelne eingebracht hat.“

Bitte: Auch im kommenden Jahr einbringen

Mit seinem Dank verband der Bezirksapostel jedoch auch die Bitte, „uns auch im kommenden Jahr in alle Mitarbeit im Werk Gottes einzubringen. Das Bewusstsein, dass jeder Handgriff, jedes Opfer und jedes Gebet letztlich zur Vollendung des Werkes Gottes dient, möge uns bei aller Arbeit beflügeln.“

Als Bibelwort nennt Bezirksapostel Brinkmann in diesem Zusammenhang Nehemia 2, aus 18: „Und sie sprachen: Auf, lasst uns bauen! Und sie nahmen das gute Werk in die Hand.“

Es gibt noch freie Arbeitsplätze!

Und somit wird klar: Trotz der unzählbaren Stunden, die freiwillig in den Gemeinden und Bezirken der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen investiert wurden, gibt es noch „freie Arbeitsplätze“, in die sich jeder einbringen kann und darf. Bezirksapostel Brinkmann: „Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit würde die Vollendung des Werkes Gottes nicht funktionieren!“

Text
Frank Schuldt
Fotos
Frank Schuldt
Oliver Rütten
Matthias Wach