Neue Beauftragte für die JVA-Seelsorge
02. Dezember 2009, 10.12 Uhr
Dortmund. Die Seelsorgearbeit in Justizvollzugsanstalten in der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen steht unter neuer Leitung. Bischof Manfred Bruns und Priester i.R. Joachim Strick kümmern sich ab dem neuen Jahr um inhaftierte Mitglieder der Neuapostolischen Kirche und koordinieren die Arbeit der ehrenamtlich tätigen Seelsorger in den Bezirken, die in den Justizvollzugsanstalten tätig sind.
Seit 2004 leiteten Bischof Horst Krebs und Priester i.R. Heinz Libuda die Seelsorge an inhaftierten Mitgliedern der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen. Unter ihrer Leitung wurde das Seelsorgeangebot in den Justizvollzugsanstalten neu strukturiert. Regelmäßige Treffen der Verantwortlichen ermöglichten einen Erfahrungsaustausch.
Betreuungsangebot für neuapostolische Inhaftierte
So erhielten in 2009 alle Justizvollzusganstalten in Nordrhein-Westfalen das „Merkblatt für inhaftierte Mitglieder der Neuapostolischen Kirche“, das seitdem in den Anstalten ausgelegt wird. So können neuapostolische Inhaftierte sich melden und von den Seelsorgern betreut werden.
Am 30. November kamen die Seelsorger, die in den Justizvollzugsanstalten tätig sind, zu ihrem jährlichen Abstimmungstreffen in Dortmund zusammen. Bezirksapostel Armin Brinkmann, Leiter der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, begrüßte die Seelsorger.
Danke für geleistete Arbeit
Er würdigte zu Beginn die Leistungen von Priester i.R. Heinz Libuda und Bischof Horst Krebs. Sie geben nun die Leitung an Bischof Manfred Bruns und Priester i.R. Joachim Strick ab, werden aber weiter in der Gruppe tätig sein und unterstützen.
Thema in der folgenden Sitzung war unter anderem die Tätigkeit von Frauen als Seelsorger in Frauengefängnissen. Auch ging es um die Planungen für das nächste Jahr.
Koordinierte Arbeit seit 2002
2002 fand erstmals ein Gottesdienst eines Apostels in einer nordrhein-westfälischen Justizvollzugsanstalt statt. Apostel Homburg hielt ihn in der JVA Bochum mit Heiliger Versiegelung. Im Verlauf des Jahres begann dann die strukturierte Betreuung in den Haftanstalten. Auch fand ein erster Erfahrungsaustausch der Seelsorger statt, die in den Justizvollzugsanstalten im Einsatz waren.
Ebenfalls seit 2002 werden via Satellit übertragene Gottesdienste der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen auch in der Justizvollzugsanstalt Bochum gezeigt. Im Dezember 2002 erhielt die JVA eine eigene Satelliten-Anlage.
Übergabe an Bischof Krebs
2004 übernahmen Priester Libuda und Bischof Krebs die koordinierte Zusammenarbeit. Nach dem Ruhestand von Apostel Gunter Homburg am 18. September 2005 beauftragte Bezirksapostel Brinkmann Bischof Krebs mit der Leitung der Arbeitsgruppe JVA.
Sie gliedert sich in eine Kerngruppe, die die strategische Arbeit vorbereitet und eine Gruppe aller Betreuer und Seelsorger der Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen.
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