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Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop

27. August 2010, 10.21 Uhr

Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop
Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop
Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop
Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop
Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop
Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop
Hörgeschädigte aus NRW in Waltrop

Waltrop. Die hörgeschädigten Glaubensgeschwister aus Nordrhein-Westfalen hatten sich am Sonntag, 15. August2010, zu einem Gottesdienst in der Kirche Waltrop-Süd (Bezirk Herne) eingefunden. Zusammen mit den Waltroper Gemeindemitgliedern erlebten sie die Predigt von Apostel Rainer Storck, der ab Mai 2011 die seelsorgerische Betreuung der Hörgeschädigten in Nordrhein-Westfalen aus den Händen von Bischof Horst Krebs übernehmen wird.

Bereits beim deutschlandweiten Hörgeschädigten-Treffen in Köln im August 2009 hatte Bezirksapostel Armin Brinkmann diesen Wechsel in der seelsorgerischen Verantwortung für die nordrhein-westfälischen Hörgeschädigten-Gemeinde bekannt gegeben. Der Grund: Bischof Krebs wird am Mai 2011 in den altersbedingten Ruhestand verabschiedet werden (wir berichteten).

Phase der Staffelübergabe

Apostel Storck nahm in seinen Begrüßungsworten Bezug auf diesen Umstand und gab seiner Freude Ausdruck, dass er sich jetzt schon - sozusagen in der Phase der Staffelübergabe - in seine neue Aufgabe hinein tasten könne.

Zu seinem ersten Gottesdienst, den er mit den Hörgeschädigten feierte, hatte er ihnen ein Grußwort aus dem Buch Esra gewidmet: "Die Hand unseres Gottes ist zum Besten über allen, die ihn suchen." (Esra 8, aus 22) Sein Appell, den er aus diesem Wort ableitete, hieß: "Lasst uns miteinander stets den Herrn suchen!"

Den Überblick behalten

Die Predigt beschäftigte sich mit einem Wort aus dem Buch der Offenbarung des Johannes. Dort ist in den Sendschreiben an die sieben kleinasiatischen Gemeinden der  Aufruf Jesu Christi an die Gemeinde Thyatira überliefert: "doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme." (Offenbarung 2,25)

Es gelte heut wie damals, den multikulturellen Strömungen des Zeitgeistes und ebenso den überaus fordernden Ansprüchen des alltäglichen Lebens weder zu entfliehen noch ihnen zu erliegen. Aber das Wesentliche, die zentrale Botschaft des Evangeliums Jesu Christi gelte es festzuhalten, nicht zu verlieren oder gar wegzuwerfen.

Lautsprache und Gebärden

Simone Vollmer aus der Gemeinde Solingen (Bezirk Velbert) übersetzte die Predigt des Apostels simultan mit Lautsprache begleitenden Gebärden (LBG), so dass die hörenden und hörgeschädigten Gottesdienstteilnehmer ungestört voneinander die Redeinhalte aufnehmen konnten.

Auch beim Gemeinde- und Chorgesang trugen die Gebärden als Unterstützung des gesungen Textes zur Verständigung bei.

Hörgeschädigten-Tage 2010 in Berlin

Gottesdienste für Hörgeschädigte finden in Nordrhein-Westfalen regelmäßig einmal monatlich statt. Die hörgeschädigten Glaubensgeschwister bilden innerhalb der Gebietskirche auf diese Weise eine eigene Gemeinde, die von einem Gemeindevorsteher und weiteren Priestern und Diakonen betreut wird. Zu dieser Betreuung zählt auch die individuelle Seelsorge mit den dazugehörigen Seelsorgebesuchen.

Des Weiteren sind die Hörgeschädigten in ihren Wohnsitzgemeinden integriert und nehmen am Gemeindeleben teil.

Jährlich finden deutschlandweite Treffen statt, an der auch die Hörgeschädigten aus der Schweiz teilnehmen. Zum diesjährigen Treffen werden die Hörgeschädigten am 28. und 29. in Berlin zusammen sein. Gastgeber ist die Gebietskirche Berlin-Brandenburg. Bezirksapostel Wolfgang Nadolny heißt diese besondere Gemeinde herzlich willkommen.

Text
Günter Lohsträter
Fotos
Günter Lohsträter