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Bielefelder Kirche wird zum Archiv für Historiker

10. Dezember 2011, 08.24 Uhr

Ehemaliges Kirchengebäude in Brockhagen
Ehemaliges Kirchengebäude in Brockhagen
Ehemaliges Kirchengebäude in Brockhagen
Ehemaliges Kirchengebäude in Brockhagen
Mitglieder des Netzwerks Apostolische Geschichte bei der Besichtigung
Tagung des Netzwerks Apostolische Geschichte in der Kirche Frankfurt-West im Oktober 2011
Vortrag von Reinhard Kiefer zum Abendmahlsverständnis der Neuapostolischen Kirche beim Netzwerktreffen im Oktober 2011
Netzwerktreffen im Oktober 2011 in Mainz

Bielefeld/Dortmund. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen bietet dem Netzwerk Apostolische Geschichte, ein ehemaliges Kirchengebäude als Archiv zur Nutzung an. In Brockhagen (bei Steinhagen/Bielefeld) könnte bald ein überkonfessionelles Archiv zur Geschichte der Apostolischen Kirchen entstehen. Am Freitag, 9. Dezember 2011, fand dazu ein Besichtigungstermin statt.

Seit einigen Monaten laufen Gespräche zwischen dem Netzwerk Apostolische Geschichte e.V. mit Sitz in Bielefeld und der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen über die Einrichtung einer „Archivkirche“. Der erste Vorsitzende Mathias Eberle war im Herbst 2010 mit einer entsprechenden Anfrage an Bezirksapostel Armin Brinkmann herangetreten.

Ein profaniertes Kirchengebäude als Standort

„Wir suchen ein Gebäude, das wir für Vorträge und Seminare, aber auch als Forschungsarchiv nutzen können“, berichtet Eberle. Es soll neben einem Buch- und Medienarchiv die Möglichkeit bieten, Mitgliedsversammlungen und kleinere Schwerpunkttagungen zu veranstalten. Innerhalb des Netzwerks kam die Idee auf, ob es möglich wäre, dafür ein profaniertes Kirchengebäude zu nutzen. Bezirksapostel Brinkmann sagte damals zu, den Verein bei der Suche nach einem geeigneten Standort zu unterstützen.

Im November schlug die Kirchenleitung dem Vorstand des Vereins das ehemalige Kirchengebäude in Brockhagen vor. Es liegt in einem ruhigen Wohngebiet, wurde 1977 erbaut und ist in gutem Zustand.

Symbolischer Mietpreis

Der Mietpreis soll, so das Angebot der Kirche, bei einem symbolischen Euro im Monat liegen. Der Verein müsste allerdings die Neben- und Betriebskosten tragen. „Wir möchten mit dem Mietangebot die wertvolle Arbeit des Netzwerks Apostolische Geschichte unterstützen“, sagt Bezirksapostel Armin Brinkmann.

Der erste Vertragsentwurf sieht lange Kündigungsfristen vor. Zudem gibt es selbstverständlich keine inhaltlichen Vorgaben an die Arbeit des Netzwerks.

Die Mitglieder entscheiden

Beim Besichtigungstermin am 9. Dezember mit dem Vorstand des Vereins und einem Mitarbeiter der von der Kirche mit der Betreuung der ehemaligen Kirchengebäude beauftragten NAK Immobilien GmbH zeigten sich die Vereinsvertreter zufrieden mit den angebotenen Räumlichkeiten. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von etwa 215 Quadratmetern. Die Grundstücksfläche insgesamt liegt bei mehr als 900 Quadratmetern.

Nun müssen die Vereinsmitglieder des Netzwerks über den Standort Bielefeld und den Vertrag entscheiden. Ein Ergebnis wird Anfang 2012 erwartet.

Ein überkonfessioneller Verein

Das Netzwerk Apostolische Geschichte ist eine überkonfessionelle und unabhängige Interessengemeinschaft, die sich mit der Geschichte der Apostolischen Glaubensgemeinschaften befasst. 2008 fand in Coswig ein erstes Treffen geschichtsinteressierter Christen statt.

Am 5. September 2010 gründeten in Bielefeld engagierte apostolische Christen offiziell einen Verein als Träger für die Arbeit des Netzwerks. Im Oktober fand in Frankfurt das diesjährige Jahrestreffen der Vereinsmitglieder in Form einer dreitägigen Tagung mit zahlreichen Fachvorträgen statt. Berichte über die Vorträge finden sich auf der Internetseite des Netzwerks.

Link: Netzwerk Apostolische Geschichte

Text
Frank Schuldt
Fotos
NAK Immobilien GmbH
Netzwerk Apostolische Geschichte