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Andacht für Sternenkinder in Lünen

23. Dezember 2015, 09.31 Uhr

Andacht für Sternenkinder in Lünen
Andacht für Sternenkinder in Lünen
Andacht für Sternenkinder in Lünen
Andacht für Sternenkinder in Lünen
Andacht für Sternenkinder in Lünen
Andacht für Sternenkinder in Lünen
Andacht für Sternenkinder in Lünen

Lünen/NRW-West. Aus Anlass des Weltgedenktages verstorbener Kinder am Sonntag, 13. Dezember 2015, hatte die Gemeinde Lünen am dritten Adventssonntag zu einer Andacht eingeladen. 60 Teilnehmer erlebten diese von Musik- und Wortbeiträgen sowie Stille und Gebeten geprägte Andacht für Sternenkinder.

Im Februar 2015 hatte Bezirksältester Klaus-Dieter Kohls (Duisburg) bei der ersten Bezirksämterversammlung des Jahres von den Erfahrungen einer Gemeindeandacht für „Sternenkinder“ berichtet. Als Sternenkinder werden Kinder bezeichnet, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben. Im Bezirk Duisburg wurde ein Konzept erarbeitet, welches als Grundlage für ähnliche Angebote in den anderen Apostelbereichen dienen soll. Auf dieser Basis fand am 13. Dezember 2015 die Andacht in der Gemeinde Lünen für die Gläubigen aus dem Apostelbereich NRW-West und alle Interessierten statt.

Mild illuminiertes Kirchenschiff

Begrüßt wurden die Andachtsbesucher von am Altar aufgestellten Kerzen und einer mit einem Sternenhimmel illuminierte Altarrückwand. Sie tauchten den adventlich geschmückten Kirchensaal in ein dem Anlass angemessenes mildes Licht. Einen weiteren Akzent erhielt diese Andacht durch das Friedenslicht, das aus der ökumenischen Adventsandacht in der benachbarten katholischen Kirche seinen Weg in die neuapostolische Kirche gefunden hatte.

Die Andacht begann mit einer Begrüßung durch Gemeindevorsteher Evangelist Jörg Lohrmann. Er lud seine Zuhörer ein, in einer oft noch von vorweihnachtlicher Betriebsamkeit bestimmten Zeit zur Ruhe zu kommen. Jetzt gelte es, Momente der Besinnung und der besonderen Einkehr zuzulassen. So könne der mitten im Advent gelegene Gedenktag zu Gedanken der Erinnerung, der Liebe und der Fürbitte führen.

Gott zählt die Sterne und nennt sie mit Namen

Der Andacht zum Weltgedenktag verstorbener Kinder stellt Evangelist Lohrmann ein Bibelwort aus dem 147. Psalm voran: Halleluja! Lobet den Herrn! Denn unseren Gott loben, das ist ein köstlich Ding, ihn loben ist lieblich und schön. Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden. Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen. Unser Herr ist groß und von großer Kraft, und unbegreiflich ist, wie er regiert." (Psalm147, 1.3-5)

In seinen weiteren Ausführungen nahm Evangelist Lohrmann Bezug auf den Ausspruch von Franz von Assisi: „Schon ein kleines Licht kann viel Dunkelheit erhellen.“ Viele kleine Lichter seien an den Altar gestellt worden. Sicherlich sei das in liebevollem Gedenken geschehen, er wünsche aber auch, dass sich jeder quasi ein Licht mit nach Hause nähme und sich erleuchten ließe von dem Licht der Hoffnung aus dem Evangelium Jesu Christi.

Und dabei solle es nicht bleiben. Jeder könne von diesem Licht abgeben und es in die Welt hineintragen, in die Welt der Alten, der Jungen, der Kinder, in die Höhe, so wie es Wolfgang Longardt in seinem Lied "Tragt in die Welt ein Licht" beschrieben habe. Und das immer mit der Aufforderung "Sagt allen: Fürchtet euch nicht!"

Hoffnung schenken - Frieden finden

Noch ein weiteres Licht fand den Weg in die Neuapostolische Kirche in Lünen: Die vor Wochen in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem entzündete Flamme des Friedenslichts kam auf seinem Weg rund um die Welt über Stationen in Wien und München auch nach Lünen. Dort galt ihm eine adventliche ökumenische Andacht in der katholischen Gemeinde Heilige Familie, die unter dem Motto "Hoffnung schenken - Frieden finden" ebenfalls am Nachmittag des 3. Adventssonntages stattfand.

Dort wurde es von der evangelischen Pfarrerin Dr. Katrin Stückrath an den Lünener Evangelisten Stephan Wiese als dem Repräsentanten der neuapostolischen Gemeinde am Ort überreicht. Er trug es als Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl in die Andacht zum Gedenken an die Sternenkinder. So konnten Momente des Gedenkens mit Elementen des Friedens und der Hoffnung vereint werden.

An der Flamme des Friedenslichtes entzündete Lichter konnten die Teilnehmer im Anschluss an die Andacht mit nach Hause nehmen. "Die Flamme bewahren wir und so kann sie nach dem Weihnachtsgottesdienst als Friedenslicht weiter in die Familien gegeben werden" so Evangelist Jörg Lohrmann.

Fürbitten im Glanz des Friedenslichtes

Die Andacht zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder in Lünen endete mit einigen Fürbitten für Menschen, die von Krieg und Gewalt umgeben sind, die auf der Flucht sind, die Hunger und Kälte aushalten müssen. Ein Fürbitte wendete sich solchen zu, „die vor verschlossenen Türen stehen und nicht teilhaben an dem, was in unserer Gesellschaft zählt: Bildung, Ansehen, Macht, Freundschaft, Gesundheit, Selbstbewusstsein.“

Schließlich galt ein Bitte den Bittenden selbst: "Hilf uns dabei, Hungrige zu speisen, Fremde aufzunehmen, Nackte einzukleiden, Kranke zu pflegen und Gefangene zu besuchen."

Link: Andacht für Sternenkinder im Zeichen des Lichtes (www.nak-dortmund.de)

Text
Günter Lohsträter
Frank Schuldt
Fotos
NAK Lünen