Neuapostolische Kirche NRW :: Start :: Gebietskirche :: Einrichtungen :: Bild & Ton NRW

Sidebar

Das Team von Bild und Ton NRW

Die Beschallung bei großen Gottesdiensten in der Dortmunder Westfalenhalle oder der Arena Oberhausen, Bild- und Ton-Übertragungen via Satellit – kein Problem für die Helfer der „ELA-Truppe“ der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen. Seit 1985 kümmert sich ein wachsendes Team aus ehrenamtlichen Mitgliedern um die Tontechnik bei großen Veranstaltungen und das Medien-Archiv der Gebietskirche.

In den 50er Jahren begann die Neuapostolische Kirche mit der Tonübertragung von großen Festgottesdiensten via "Postkabel", die alte Bezeichnung für Telefonkabel, in zentrale Gemeinden der Kirchenbezirke. Den Auftrag für die technische Umsetzung erhielten zunächst Firmen. Dann fand sich ein ehrenamtliches Team unter der Leitung der Hirten Günter Becker (Dortmund-Nord) und Emil Diebel (Dortmund-Marten) zusammen, welches sich der technischen Beschallung bei Festgottesdiensten annahm.

Aufzeichnung und Tonübertragung

Zu den Aufgaben zählte zunächst die Aufzeichnungen von Gottesdiensten des Stammapostels und des Bezirksapostels auf Tonbänder, später erweitert um die Tonübertragungen per Postkabel.

Für den jeweiligen Festgottesdienst stellte man in der Regel auf dem Altar zwei Mikrofone für die Hallen- beziehungsweise Kirchenbeschallung und ein Mikrofon für die Tonübertragung auf. Ein weiteres Mikrofon wurde für den Chor installiert.

Die Mikrofone waren an ein Mischpult (zehn Kanäle, Mono, damaliger Kaufpreis 10.000 Deutsche Mark) angeschlossen, über welches das Ausgangssignal abgemischt und einer Postübergangsstelle für die Übertragung übergeben wurde. So konnten die Glaubensgeschwister in den Kirchen, die per Telefonkabel angeschlossen waren, den jeweiligen Gottesdienst akustisch miterleben.

Ansprüche wachsen

Im Jahr 1970 übertrug Bezirksältester Horst Dietrich, von 1969 bis 1991 Leiter der Verwaltung der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen, dem damaligen Unterdiakon Hans-Jürgen Diebel die Verantwortung für Beschallung und Übertragung von Festgottesdiensten.

Seit der Zeit wuchsen die Ansprüche an die Tontechnik und -qualität. Für die Chöre und Orchester wurden jeweils bis zu sechs Mikrofone aufgestellt. Für den folgenden Jugendtag in der Westfalenhalle Dortmund setzten die Techniker erstmals ein Mischpult mit 16 Eingangskanälen ein. Heute sind bei Jugendtagen bereits 80 Kanäle erforderlich.

Bild-Übertragungen

In den 80er Jahren wurde mit der Bildübertragung in Nebenräume begonnen, in denen beispielsweise Eltern mit kleinen Kindern die Gottesdienste verfolgten. Von nun an wurden Festgottesdienste nicht nur akustisch, sondern in Bild und Ton aufgezeichnet. Die für die Techniker bis heute aufwendigste Bildübertragung gab es zu Pfingsten 1984 in Dortmund. Damals waren alle Nebenhallen und die Westfalenhalle per Bild und Ton an den Festgottesdienst in der Westfalenhalle 2 angeschlossen.

Im Jahr 1987 setzte Stammapostel Richard Fehr eine Projektgruppe ein, die prüfen sollte, wie Gottesdienste in Bild und Ton übertragen werden können. Der erste Test einer Übertragung per Satellit fand in der Kirche Köln-Ehrenfeld statt. Gleichzeitig wurde die  terrestrische Richtfunkübertragung getestet, bei der von der Sendegemeinde bis zur Übertragungsgemeinde eine Sichtverbindung bestehen muss, damit die Funkstrecke nicht durch Gebäude oder andere Hindernisse unterbrochen wird.  Nach dem erfolgreichen Test der Satellitenübertragung entschied Stammapostel Fehr, Gottesdienst-Übertragungen fortan in Ton und Bild per Satellit durchzuführen.

In der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen wurden daraufhin viele Kirchen mit Empfangsanlagen und Fernsehern ausgerüstet. Auch viele Gemeinden in den betreuten Gebieten erhielten entsprechende Empfangseinrichtungen. Für die technische Betreuung seitens der Verwaltung ist seitdem Evangelist Hans-Jürgen Diebel verantwortlich.

Allein kann er diese Aufgabe allerdings nicht bewältigen. Ihm zur Seite steht seit Jahren ein Team, welches sich vor Festgottesdiensten zur Beratung und zu Vorbereitungen trifft. Zu den Aufgaben in der Vorbereitung zählen: Kabel reparieren beziehungsweise neu anfertigen, Material nach Bedarf für die Bezirke zusammenstellen, Regie- und Ablaufplan erstellen und vieles mehr.

Einsatz bei bis zu zehn Festgottesdiensten

Jedes Jahr ist das 20-köpfige Team der „NAK-NRW Bild und Ton" bei bis zu zehn Festgottesdiensten im Einsatz. Den größten Aufwand erfordert jedes Jahr der Jugendtag der Gebietskirche, der mit etwa 8.000 – 10.000 Teilnehmern an wechselnden Orten stattfindet.

Eine besondere Dienstleistung, die die Gruppe zusätzlich erbringt, ist die Erstellung von Ton- und Videoaufzeichnungen sowie die Produktion von DVDs für Glaubensgeschwister, die die Übertragungsgottesdienste des Stammapostels nicht miterleben können. Der Versand der Medien erfolgt jeweils am ersten Wochentag nach dem Gottesdienst. Insgesamt werden dabei rund 150 Datenträger versendet.