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Hostienbäckerei Bielefeld

Seit mehr als 80 Jahren beliefert die Hostienbäckerei der Neuapostolischen Kirche Gemeinden weltweit mit Hostien für die Feier des Heiligen Abendmahls. Die Gesamtproduktion seit 1930 liegt bei mehr als vier Milliarden Hostien.

Der Anfang einer eigenen Hostienproduktion für die Gemeinden der Neuapostolischen Kirche lag in Herne. Bäckermeister Pflug richtete im Jahr 1925 auf eigene Kosten eine kleine Hostienbäckerei ein.

Verlegung nach Bielefeld

Im Mai 1931 übereignete die Bäckerei Pflug diese Einrichtung der Neuapostolischen Kirche. Am 27. Mai 1931 erfolgte die Verlegung nach Bielefeld in die Dorotheenstraße. Helene Herterich übernahm dort die Leitung der kleinen Hostienbäckerei. Gemeinsam mit dem gelernten Bäcker Karl Hörnig startete sie die Produktion.

Aufgrund eines zunehmenden Hostien- und des damit verbundenen größeren Raumbedarfs für Produktion, Lager und Versand zog die Hostienbäckerei Anfang der sechziger Jahre in das Eckhaus Große-Kurfürsten-Straße, Ecke Dorotheenstraße um. Im Jahr 1979 wurde eine vollautomatische Produktionsanlage angeschafft und an einem neuen Standort, im Kirchengebäude in Bielefeld-Gadderbaum, installiert. Sie nahm im September 1979 die Produktion auf.

Steigender Bedarf an Hostien

Das weltweite Wachstum der Neuapostolischen Kirche hatte natürlich auch Auswirkungen auf den Bedarf an Hostien. Ende der achtziger Jahre erteilte Bezirksapostel Hermann Engelauf, der damalige Leiter der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen, den Auftrag für eine größere Backanlage. Sie konnte in den bisherigen Räumlichkeiten allerdings nicht untergebracht werden. Deshalb entschied der Bezirksapostel, eine ehemalige Näherei in Bielefeld-Kammerratsheide zu pachten und die Hostienbäckerei dorthin zu verlegen. Am 15. September 1990 nahm Stammapostel Richard Fehr, von 1988-2005 Leiter der Neuapostolischen Kirche International, die neue Backanlage in Betrieb.

Mit der neuen Hostienbackanlage erfolgte auch die Umstellung der Prägung. Bisher war auf jeder Hostie ein Bild des gekreuzigten Jesus zu sehen. Seit 1990 tragen die Hostien die Prägung A und Ω (Alpha und Omega), die Zeichen für Christus, den Herrn. Dabei blieb es bei den drei Tropfen Wein auf jeder Hostie.

Der Arbeitsablauf

Die automatische Backanlage in Bielefeld läuft zur Zeit an vier Tagen in der Woche. Jeden siebten Produktionstag füllt ein Lkw das Vorratssilo mit frischem Mehl auf. Das Mehl wird dann zur Herstellung des Teigs auf eine Waage gesaugt und anschließend im Mischer mit Wasser vermengt.

Der fertige Teig wird danach in dünner Schicht auf Backplatten aufgetragen, die automatisch in den Ofen fahren. Alle 1,7 Sekunden kommt eine fertig gebackene Hostienplatte aus dem Ofen. Durch eine entsprechend gravierte Oberplatte erhalten die Hostienblätter ihre Prägung.

Mit Rotwein betupft und ausgestanzt

Die Blätter sind nach der Backphase außerordentlich zerbrechlich und müssen in einem Konditionierturm befeuchtet werden. Das dauert rund fünf Minuten. Danach werden die Hostienblätter mit Rotwein betupft und ausgestanzt (73 Stück pro Blatt). Über eine Waage werden dann die Versandkartons befüllt.

Der Hostienbedarf ist in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen. Reichten 1931 noch fünf Millionen Stück, produzierte die Hostienbäckerei ab 1983 mehr als 50 Millionen und seit 1991 mehr als 100 Millionen Hostien pro Jahr. Der Rekord der Jahresproduktion lag 2001 bei mehr als 237 Millionen. 2003 nahm eine zweite Hostienbäckerei in Kapstadt ihren Betrieb auf, deren Kapazität bei rund 45 Millionen Stück im Jahr liegt. Darüber hinaus gibt es eine weitere kleine Produktionsanlage in Indien.

Mehr als vier Milliarden Stück

Das Mutterhaus, die Hostienbäckerei Bielefeld, produziert derzeit etwa 156 Millionen Hostien pro Jahr. Seit 1931 hat die Einrichtung mehr als 4,53 Milliarden Stück produziert und verschickt.

Die Hostien werden paketweise versendet. Eine Normalverpackung mit 20 Kartons enthält etwa 33.000 Hostien (1650 pro Karton) und wiegt etwa acht Kilo.

Hostien für Allergiker

Für Allergiker produziert die Hostienbäckerei auch Hostien aus reiner Maisstärke. Die Sondermischung beinhaltet ein pflanzliches Bindemittel, hergestellt aus Johannisbrotkernmehl und Calciumlactat. In der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen bestellen die Vorsteher die Allergiker-Hostien, aus anderen Gebietskirchen läuft die Erstbestellung über die zuständige Verwaltung.

Kontakt:

NAK-Hostienbäckerei
Schuckenbaumer Straße 7
D-33609 Bielefeld

Telefon: 0521 75 02 28
Telefax: 0521 70 684
E-Mail: h o s t i e n b a e c k e r e i [at] n a k - n r w [dot] d e