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Hintergrund

Geschichte der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen

Die Neuapostolische Kirche in Nordrhein-Westfalen blickt auf eine über 150-jährige Geschichte zurück und ist damit eine der ältesten neuapostolischen Gebietskirchen. Ausgehend von einer kleinen Gemeinde mit etwa 50 Mitgliedern ist in dieser Zeit eine Kirche mit über 85.000 Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen und mehr als doppelt so vielen in den betreuten Gebieten außerhalb Deutschlands herangewachsen.

Der Grundstein für die Neuapostolische Kirche in Nordrhein-Westfalen wurde durch Friedrich Wilhelm Menkhoff gelegt. Im Jahre 1867 sandte ihn Apostel Friedrich Wilhelm Schwarz aus Amsterdam in seine westfälische Heimat, um hier eine erste Gemeinde zu gründen. In Steinhagen bei Bielefeld fanden im Sommer 1867 die ersten Gottesdienste statt. Im Jahre 1872 empfing Menkhoff das Apostelamt und Nordrhein-Westfalen wurde damit zu einem selbstständigen Apostelbezirk. Ein Jahr später entstand in Duisburg-Ruhrort die erste Gemeinde im Rheinland.

Aufschwung zur Zeit der Weimarer Republik

Der große Aufschwung der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen setzte in den zwanziger Jahren mit der religiösen Freizügigkeit zur Zeit der Weimarer Republik ein. Unter der umsichtigen Leitung des Stammapostels Hermann Niehaus wuchs der Apostelbezirk rasant, so dass er im Jahre 1926 in einen westfälischen und einen rheinischen Bezirk aufgeteilt wurde.

Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg ließen den weiteren Ausbau der Neuapostolischen Kirche in Nordrhein-Westfalen stagnieren. Durch den großen Erfolg einer „Bausteinaktion“ junger neuapostolischer Christen konnten die im Krieg durch Bomben zerstörten Kirchen wieder aufgebaut werden.

Umfangreiches Kirchenbauprogramm in den 60er und 70er Jahren

Nach den schrecklichen Erfahrungen der Kriegszeit suchten viele Menschen nach Gott und fanden den Weg in die Neuapostolische Kirche. Der große Zustrom neuer Mitglieder erforderte ein umfangreiches Kirchenbauprogramm in den 60er und 70er Jahren.

1955 trennte sich ein Teil des rheinischen Bezirkes von der Neuapostolischen Kirche und bildete die Apostolische Gemeinde Düsseldorf. Die Folge davon war, dass der bislang eigenständige rheinländische Zweig in den westfälischen integriert wurde und so die Kirche in Nordrhein-Westfalen wieder ein gemeinsamer Bezirk unter der Leitung von Bezirksapostel Walter Schmidt war.

1981 beginnt Missionstätigkeit im Ausland

Unter Bezirksapostel Hermann Engelauf wurde der Apostelbezirk Nordrhein-Westfalen im Jahre 1981 in die weltweite Missionstätigkeit der Neuapostolischen Kirche einbezogen. Ausgehend von Portugal folgten bald weitere portugiesischsprachige Länder wie Brasilien in Südamerika und Angola in Afrika. Später kamen Russland sowie Länder auf dem Balkan und in Südostasien hinzu.

Von Anfang an beteiligte sich Bezirksapostel Armin Brinkmann intensiv an der Missionsarbeit. Insbesondere in Afrika hat er den Grundstein für viele Gemeinden gelegt. Heute leben dort mehr neuapostolische Christen als im Stammgebiet Nordrhein-Westfalen.