Ökumene

Die Neuapostolische Kirche ist sich ihrer Aufgabe innerhalb der Christenheit bewusst und steht der ökumenischen Bewegung offen gegenüber.  Das Leitmotiv lautet: Einheit in versöhnter Verschiedenheit unter Wahrung der Identität der jeweiligen Kirche. Alle ökumenischen Kontakte haben stets Jesus als Mittler und Zentrum vor Augen.

 

Teil der Kirche Christi

Die Neuapostolische Kirche versteht sich als Teil der Kirche Christi, in der Gläubige durch das gemeinsame Band der Taufe mit Jesus Christus dem Haupt der Kirche verbunden sind. Die Apostel wurden und sind von Jesus Christus für seine Kirche gesamthaft gegeben. Dies ermutigt die Neuapostolische Kirche, verstärkt den Kontakt mit anderen christlichen Konfessionen zu pflegen. In einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft möchte sich die Neuapostolische Kirche zudem am interkonfessionellen Dialog aller christlichen Kirchen beteiligen, um gemeinsam christliche Werte und Ziele zu verfolgen und das gegenseitige Verständnis von Lehre und gottesdienstlicher Praxis zu vertiefen.

Die Neuapostolische Kirche fördert aktiv die Belebung gut nachbarschaftlicher Beziehungen mit anderen Kirchen und Glaubensgemeinschaften. Dies geschieht insbesondere durch Einladungen zu besonderen Anlässen sowohl der Kommunen als auch der Kirchengemeinden und durch Benefizveranstaltungen zu karitativen Zwecken. Kontakte auf lokaler und institutioneller Ebene dienen dem besseren gegenseitigen Verständnis. Eine offizielle Beteiligung an ökumenischen Gottesdiensten und Segenshandlungen ist derzeit nicht möglich.

Die ökumenische Öffnung der Neuapostolischen Kirche wurde nachhaltig unterstützt durch die Herausgabe des Katechismus der Neuapostolischen Kirche im Dezember 2012. Das dort beschriebene Kirchenverständnis macht deutlich, dass sich auch die Neuapostolische Kirche den Glaubensbekenntnissen der alten Kirche verpflichtet fühlt, also insbesondere dem Apostolikum und dem Glaubensbekenntnis von Nicäa-Konstantinopel.

Handabdrücke auf Leinen

Schritte aufeinander zu

2015 veröffentlichte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam mit der Neuapostolischen Kirche eine Orientierungshilfe. Diese zeigt Möglichkeiten des gemeinsamen Handelns auf. Sie steht als Flyer in den Gemeinden der ACK-Mitgliedskirchen zur Verfügung. „Schritte aufeinander zu“ lautet der Titel des Dokuments. In diesem gibt es Hinweise zu verschiedenen Themenfeldern wie Taufen, Segenshandlungen, konfessionsverschiedenen Ehen oder der Nutzung kirchlicher Räumlichkeiten.

ACK-Mitgliedschaften

Seit Jahren führt die Arbeitsgruppe „Kontakte zu Konfessionen und Religionen“ (vormals Projektgruppe „Ökumene") im Auftrag der internationalen Kirchenleitung Gespräche mit anderen Konfessionen. Diese Begegnungen haben dazu geführt, dass vorhandene Vorurteile abgebaut wurden und gegenseitiges Vertrauen gewachsen ist.

Inzwischen haben in Deutschland bereits viele Dutzend neuapostolische Gemeinden einen Gaststatus in einer lokalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK).

Bei mehreren Gelegenheiten stellten die neuapostolischen Gemeinden auch ihre Kirchengebäude für Gottesdienste und Veranstaltungen anderer Konfessionen zur Verfügung, wenn beispielsweise deren Kirchengebäude renoviert wurde. Auch neuapostolische Gemeinden waren aus dem gleichen Anlass bereits in evangelischen oder katholischen Kirchen zu Gast.

Logo der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

Ansprechpartner

Bischof Peter Johanning ist in Nordrhein-Westfalen zentraler Ansprechpartner für alle Fragen rund um Ökumene und die Zusammenarbeit mit anderen Kirchen und Konfessionen.

E-Mail: p.johanning@nak-nrw.de