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Hintergrund

Prävention sexueller Gewalt

Das Kriminalitätsphänomen der sexuellen Gewalt geht durch alle Bevölkerungsschichten und ist daher auch innerhalb der Neuapostolischen Kirche zu finden. Unter den Mitgliedern der Kirche können Täter und Opfer zu finden sein. Die Prävention sexueller Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der sich auch die Neuapostolische Kirche stellt. Dazu gibt es präventive Angebote.

Opferschutz und Opferhilfe haben in der Neuapostolischen Kirche höchste Priorität. Im Rahmen der Opferbetreuung bieten Behörden und Fachinstitutionen Kindern und Eltern Hilfe an. Die Neuapostolische Kirche hat außerdem eine Fachgruppe eingerichtet, die bei Bekanntwerden von entsprechenden Vorfällen in der Kirche aktiv wird und Hilfe anbietet.

Kontaktinformationen

Betroffenen rät die Neuapostolische Kirche, sich an die örtlichen staatlichen oder privaten Hilfeeinrichtungen zu wenden. Ansprechpartner innerhalb der Kirche ist das Gremium für besondere Angelegenheiten unter der Leitung von Apostel Rainer Storck (E-Mail: r [dot] s t o r c k [at] n a k - n r w [dot] d e).

Eine weitere Kontaktperson ist Bischof Manfred Bruns, Referat Seelsorge: Telefon 0231 57700-54, E-Mail: m [dot] b r u n s [at] n a k - n r w [dot] d e. Alle Angaben und Anfragen werden selbstverständlich vertraulich behandelt.

Seminartage zum Thema Sexuelle Gewalt

Im September 2009 lud die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen erstmals zu einem Seminartag zum Thema „Prävention von sexueller Gewalt" ein. Mehr als 40 Interessierte waren zu dieser Auftaktveranstaltung in das Gemeinschaftszentrum Dortmund gekommen, um sich über die Thematik zu informieren (siehe Bericht).

Im jährlichen Rhytmus finden nun weitere Informationsveranstaltungen in der Gebietskirche statt. Dabei greift die Neuapostolische Kirche auf externe Referenten von Facheinrichtungen und staatlichen Stellen zurück. Informationen und aktuelle Termine sind in der Rubrik "Termine" zu finden.

"Mein Körper gehört mir"

NAK-karitativ, das Hilfswerk der neuapostolischen Kirchen in Deutschland, fördert außerdem Vorträge der Theaterpädagogischen Werkstatt aus Osnabrück (www.tpw-osnabrueck.de). Das dreiteilige Stück „Mein Körper gehört mir“ richtet sich an Kinder und Schüler der dritten und vierten Klassen.

Am Beispiel von kurzen Darbietungen demonstrieren zwei Schauspieler altersgerecht, wie sich die Kinder in bestimmten Situationen verhalten können.

Richtlinien und Vorgaben

Seitens der Neuapostolischen Kirche International wurde 2009 eine Richtlinie zum Umgang mit sexueller Gewalt in der Seelsorge veröffentlicht. Sie steht allen Gemeindevorstehern zur Verfügung.

Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen hat außerdem nachfolgende Grundhaltung der Kirchenleitung veröffentlicht, die alle Amts- und Funktionsträger unterstützen sollen. Darin heißt es unter anderem:

  1. Die Prävention sexueller Gewalt an Kindern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, der auch die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen verpflichtet ist. Fälle von sexueller Gewalt gegen Kinder sind in allen Bevölkerungsschichten und Institutionen anzutreffen. Diese können auch innerhalb der Mitglieder und Funktionsträger unserer Kirche auftreten.
     
  2. Die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalen toleriert keine sexuellen Übergriffe, weder im privaten und schulischen noch im kirchlichen Bereich. Alle Lehrkräfte und Seelsorger der Kirche sind über die strafrechtlichen Folgen sexueller Übergriffe belehrt.
     
  3. Opferschutz und Opferhilfe haben höchste Priorität. Im Rahmen der Opferbetreuung bieten Behörden und Fachinstitutionen Kindern und Eltern Hilfe an. Außerdem steht Betroffenen ein Gremium der Neuapostolischen Kirche Nordrhein-Westfalen mit fachlicher und seelsorgerischer Kompetenz beratend zur Verfügung. Das Gremium wird von Apostel Rainer Storck (E-Mail: r [dot] storck [at] nak-nrw [dot] de) geleitet. Bei Abwesenheit kann auch Bischof Manfred Bruns, Referat Seelsorge der Kirchenleitung, (E-Mail: m [dot] bruns [at] nak-nrw [dot] de) kontaktiert werden. Telefonisch ist das Gremium über die Verwaltung, Tel. 0231-57700-0, erreichbar.
     
  4. In begründeten Verdachtsfällen gegen Lehrkräfte oder Amtsträger muss eine kirchliche Tätigkeit mit Bezug zu Kindern und Jugendlichen sofort eingestellt werden.
     
  5. Die Kirchenleitung rät bei Verdachtsfällen bis zur Klärung und Aufarbeitung der Situation grundsätzlich zur gemeindebezogenen Trennung von Opfern und Tatverdächtigen. Die Entscheidung über die Erstattung einer Strafanzeige nach einem sexuellen Übergriff liegt ausschließlich beim Opfer.
     
  6. Gemeindemitglieder haben in allen Lebenslagen Anspruch auf seelsorgerische Betreuung. Dies gilt in Verdachtsfällen vor allem für das mögliche Opfer, aber auch für den Tatverdächtigen und deren Angehörigen.
     
  7. Die Kirche rät den Mitgliedern, die Gefahren auf diesem Gebiet ernst zu nehmen und prüft jeden eingehenden Hinweis sorgfältig. Begründete Verdachtsfälle gegen Lehrkräfte, Amtsträger oder Gemeindemitglieder sind unmittelbar an das Gremium (vgl. Nr. 3) zu melden.